Borderline-Störung
 

Nikotinsucht - Tabaksucht

Die Nikotinsucht - meist die Sucht nach Zigaretten - gehört neben der Alkoholsucht wohl zu den beiden gesellschaftliche azeptierten Süchten, die zum Tode führen können. Hier ein paar Zahlen:

  • Weltweit rauchen über eine Milliarde Menschen
  • Davon sterben jährlich ca. 3.5 Millionen Raucher an den Folgen des Nikotins
  • Bei uns liegt die Quote der Raucher bei ca. 40 %, ca. 60% davon sind männlich, 40% sind weiblich.
  • Das Einstiegsalter der Raucherkarriere sinkt immer weiter, mitlerweile dürfte es bei 11 Jahren liegen
  • Die "Chance", am Rauchen zu sterben, liegt bei ca. 50%, wenn man sein Leben lang raucht. Sicher ist jedoch, daß man die eine oder andere Krankheit bekommen wird, wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Lungenbeschwerden oder ähnliches

Auslöser der Sucht ist das Nikotin. Eine Wirkung setzt innerhalb weniger Sekunden nach dem ersten Zug im Gehirn ein. Das Nikotin stimuliert, wie andere Suchtmittel auch, das Belohnungszentrum im Gehirn, man fühlt sich also wohl. Diese Wirkung läßt allerdings nach ca. 15 Minuten nach dem Rauchen wieder nach, man will die nächste rauchen.

Obwohl Nikotin als Nervengift schon schlimm genug für unseren Körper ist, sind in Zigaretten bis zu 400 weiterere schädliche Stoffe enthalten, unter anderem Teer.

Die Folgen vom Rauchen reichen von Schwindelgefühl und Husten bis zu Krebs aller möglichen Arten, Herzinfarkten oder Schlaganfall.

Leider macht das Nikotin aber nicht nur körperlich abhängig, auch geistig entsteht eine Abhängigkeit. Wer braucht nicht die Zigarette zum Kaffee, wer geniesst nicht die Zigarette zum Bier oder die Zigarette danach? Versucht man, dieses Raucherverhalten aufzugeben, dreht sich plötzlich alles nur noch um's Rauchen: "Jetzt noch eine, die letzte" oder "Früher war's geselliger mit den Zigaretten" oder "Ich kann mich gar nicht mehr entspannen ohne Qualm". Das Gehirn meldet uns also: Rauch wieder eine, dann geht es Dir wieder besser!

Wie aufhören mit dem Rauchen?

Das Patentrezept gibt es leider nicht, Rauchen ist eine Sucht, und eine Sucht kann nunmal nicht so einfach fallengelassen werden.

Nikotinkaugummis
Sie enthalten Nikotin, der Entzug wird also abgemildert. Man kann also erst einmal die lästigen Gewohnheiten sein lassen, bevor man dann tatsächlich das Nikotin immer weiter reduziert.

Nikotinpflaster
Funktionieren wie Kaugummis.

Selbsthilfegruppen
Hier wird in der Gruppe aufgehört zu rauchen. Für manche ist die Gruppe ein Ansporn durchzuhalten und es fällt leichter, tatsächlich von Rauchen wegzukommen.

Kalter Entzug
Von heute auf morgen mit dem Rauchen aufhören. Die harte Methode, die leider auch oft schief geht.


Rückfallquote
Da man heutzutage immer noch fast überall Rauchen darf und Zigaretten frei erhältlich sind, ist es natürlich einfach, "schnell noch eine" zu rauchen. Entsprechend hoch ist die Rückfallquote, die bei über 50% liegen dürfte. Einmal Raucher, immer Raucher... auch nur einmal eine Zigarette zwischendurch bringt das Gehirn wieder in das alte Raucher-Denkschema, die Sucht lebt wieder auf.

Wieder gesund nach dem Rauchen?

Tatsächlich regeneriert sich unser Körper wieder von den Schäden, die er durch das Rauchen erlitten hat. Allerdings dauert das bis zu 10 Jahre, und nicht alle Schäden heilen wieder. So fand man z.B. kürzlich heraus, daß Zellen in der Lunge derart genetisch verändert werden, daß selbst nach dem Nikotinverzicht keine gesunden Zellen mehr nachwachsen können. Solche Zellen sind also dauerhaft geschädigt und können auch noch Jahrzehnte nach der Sucht Krebs auslösen.

Also am Besten gar nicht erst mit dem Rauchen anfangen!

 



 

 

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